Folge 4: Die unnötigsten Dinge bzw. Geschenke zur Geburt

In Folge 3 haben wir die schönsten und nützlichsten Dinge und Geschenke zur Geburt vorgestellt. Darauf folgt nun die Folge mit den unnötigsten Dingen bzw. Geschenken zur Geburt. Wir waren beim Zusammenstellen dieser Folge schon überrascht, was es da alles gibt. Eine Folge mit Augenzwinkern 😉

Diese Folge 4 ist zwei geteilt. Im ersten Teil stellen wir Dir unsere unnötigsten Dinge zur Geburt vor und in Teil zwei folgen die unnötigsten Geschenke zur Geburt.

  • Unsere Nummer 1 der unnötigsten Dinge zur Geburt: eine Kindstod-Matte. Erster Punkt hier: die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn eine professionelle Überwachung dazu wirklich benötigt wird. Zweitens: bei einem Fehlalarm mitten in der Nacht bleibt Dir einfach nur das Herz stehen. Drittens: stell Dir vor die Matte weckt Dich mitten in der Nacht, Du rennst hin und stellst fest der Alarm ist echt. Kannst Du nun Dein Baby reanimieren? Falls nicht, nochmal unser Tipp aus Folge 1 „Was vor und kurz nach der Geburt wichtig ist“ mit dem Erste-Hilfe-Kurs für Babys vor der Geburt. Geh da hin und schreib wirklich gut mit, damit Du da ein gutes Gefühl hast und auch haben kannst.
    Ich bin auch eher ein Typ, der gerne alle Eventualitäten absichern möchte. Hier habe ich mich vorab bewusst dagegen entschieden. Da Eltern und Baby sehr eng miteinander verbunden sind, solltest Du einfach auf Dein Gefühl hören. Wenn Du schläfst, Du wachst auf und hattest einen merkwürdigen Traum oder hast komische Gedanken, geh sofort zu Deinem Kind – und nimm Dein Smartphone mit.
  • Wenn Du die einschlägigen Tipps der Experten zum Thema Baby-Schlaf berücksichtigst (mehr dazu in der kommenden Folge 9), kannst Du das Risiko des plötzlichen Kindstods deutlich senken. Diese sind ein rauchfreies Zuhause, Schlafen mit Schlafsack statt Bettdecke, Bettchen ohne Betthimmel, Nestchen, Kissen, Kuscheltiere oder ähnlichem.
  • Top 2: Pflegeprodukte sind zu dieser Zeit noch überhaupt nicht nötig. Wir kommen da in Folge 8 noch genauer zu.
  • Top 3: Eine extra Baby-Badewanne oder auch Sitzhilfen für die Badewanne sind keine nützlichen Dinge zu Beginn. In dieser Zeit sind die Babys zu klein für die Sitzhaltung und wenn sie sitzen können, brauchst du die Sitzhilfe nicht mehr. Außerdem vermitteln sie ein falsches Gefühl von Sicherheit, denn das Baby kann keinesfalls allein darauf sitzen. Beim Baden musst du immer dabei sein und dein Kind – je nach Alter – selbstverständlich noch festhalten
  • Top 4: Bei der Erstausstattung in Folge 1 hatten wir schon kurz erwähnt, dass ein Beistellbett ebenfalls keine richtig gute Investition ist. Besser also das Babybett so aufbauen, dass direkt eine Seite offenbleibt
  • Top 5: Der Baby Bauch in Gips als weiterer Punkt wird natürlich einige Zeit vor der Geburt erstellt. Ich persönlich frage mich dabei, wie wäre meine Meinung dazu, wenn ich als Kind so 13 / 14 Jahre alt wäre und der Babybauch von Mama und mir da so im Wohnzimmer hängen würde. Bin ich noch unsicher und überlege noch.

Währenddessen geht es weiter mit den unnötigsten Geschenken zur Geburt:

Wenn Du Eltern fragst und Du erfährst einen Wunsch, dann schenke bitte entweder etwas ganz anderes (und sag das vielleicht vorher) oder genau diese Ausführung. Also bitte nicht ein Holzspielzeug in Plastikausführung. Wenn Du mehrere Dinge genannt bekommst, dann suche idealerweise auch etwas davon aus.

Das mit den Geschenken ist selbstverständlich Ansichtssache und ob etwas als praktisch oder unpraktisch empfunden wird, recht individuell.

Manche finden „Deko-Kram“ wie Abdruck-Sets unnötig andere mögen diese Erinnerung sehr gerne festhalten. Oft sind die unnötigen Geschenke für einen persönlich überflüssig, weil man die Sachen nicht verwenden möchte oder doppelt und dreifach hat.

Dennoch möchten wir Dir in dieser Folge gerne unsere „besten“ unnötigen Geschenke vorstellen:

  • Top 15: Wandbilder fürs Kinderzimmer. Dazu muss der Geschmack der Eltern schon richtig gut eingeschätzt werden
  • Top 14: viel zu praktische Dinge, wie z. B. Windelpakete (ohne Torte) oder Essen für das Kind sind uns etwas zu unpersönlich
  • Top 13: Spielzeug, das laute Geräusche macht und noch dazu aus Plastik ist. Das ist für das Baby sowieso noch nicht sinnvoll und die Eltern sind – auch später – meist nicht sehr begeistert davon
  • Top 12: Schnullerkette, weil Du zum einen nicht weißt, ob das Baby überhaupt einen Schnuller nimmt oder bekommt. Wenn diese noch dazu selbstgebastelt ist, kann die Kette ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Kette könnte reißen und das Baby Kleinteile verschlucken. Theoretisch ist das natürlich auch bei gekauften Schnullerketten denkbar. Oftmals sind Schnullerketten auch recht schwer und der ständige Zug auf Zähne bzw. Kauleiste kann der Zahnentwicklung schaden
  • Top 11: Möbel wie einen Laufstall oder eine Wippe in der falschen Farbe, die nicht zum Rest der Einrichtung passt.
  • Top 10: Auch gerne geschenkt und ein Highlight auf unserer Liste: Lederschuhe in der Größe 15, so dass sie zur Geburt passen. Kleiner Tipp: Babys haben in dieser Zeit meist nur Socken an. Für Fotos kann das schön aussehen, unser Geschmack ist das jedoch nicht
  • Top 9: ungefragter Rat zum Baby – dafür ist später mal Zeit nicht jedoch jetzt
  • Top 8: So richtig unpraktisch ist auch ein weißes Kleidungsstück, dass nur chemisch zu reinigen ist. Du hast eine eigene Reinigung? Hey, kein Problem – ein super Geschenk für Dich. Für den Rest: eher nicht so.
  • Top 7: auf unserer Hitliste der nicht gewünschten-Geschenke / Dinge von Eltern zur Geburt: Kuscheltiere (diese sammeln sich im Laufe der Zeit nahezu millionenfach an und werden ab Geburt direkt nicht benötigt, weil sie oft noch zu groß sind für das Baby). Außer für das Foto-Shooting im Krankenhaus. Unser Tipp: falls doch welche geschenkt werden: erstmal schön in eine Kiste packen. Wenn das Kind dann älter ist, darf es sich bei bestimmten Anlässen eines davon aussuchen.
    Bitte vermeide Kuscheltiere in Übergröße. Passt einfach nicht!
  • Top 6: Ein gebrauchter Baby-Autositz, der auch erst ab Alter 5 und 6 Jahre zu verwenden ist. Ohne Worte, außer was machen wir jetzt mit dem?
    Top 6 schließt auch zu „große“ Geschenke ein, die frühestens mit einem Jahr oder gar später genutzt werden und vorher Platz zum Lagern brauchen. Der Schenkende hat hier möglicherweise die Monate mit Jahren vertauscht. Als Beispiele fallen uns dazu Bobbycar, Dreirad, Schaukelpferd, Kaufladen und Fahrrad ein. Versteh uns nicht falsch, die Dinge sind später prima, aber eben später. Wir, und ihr vermutlich auch, wohnen schließlich nicht in einer Lagerhalle. Wobei, wäre manchmal sicher praktisch.
  • Top 5: Ein Korb voller Ein-Euro-Shop Produkte. Möglicherweise mit individuellem Geruch. Bitte nicht.
  • Top 4: Personalisierte Geschenke mit z. B. aufgesticktem Namen haben wir in Folge 3 vorgestellt. Stell Dir vor, das Geburtsdatum oder der Name von Deinem Baby sind darauf falsch geschrieben. Nimm es mit Humor – vielleicht eignet sich der neue Name ja als Spitzname (wenn auch nur inoffiziell)
  • Kleidung ist ein großes und vielfältiges Thema – deshalb auch unser Platz 3. Zunächst gibt es Kleidung, die gefühlte 100 Jahre alt ist und so riecht, also noch weit aus dem letzten Jahrhundert stammt. Der Verdacht kann sich aufdrängen, dass das die Kleidung der Schenkenden als Baby selbst war. Diese Artikel genügen nicht mehr den heutigen Anforderungen und sind ein No-Go. Ausnahmen bilden einzelne Stücke, die Opa oder Mama selbst als Baby getragen haben. Das ist natürlich ein absolutes Highlight!
    Kleidung auch, weil die Eltern oft – Überraschung – einen ganz anderen Geschmack haben. Oder weil die kleine Größe evtl. in der falschen Jahreszeit passt (eine gefütterte Hose im Sommer). Meist sind werdende Eltern in den kleinsten Größen meist schon sehr gut ausgestattet. Manche Eltern bevorzugen eher das „moderne“ Outfit aus Hose und Shirt. Andere Eltern hingegen eher die „praktischen“ Strampler. Dabei ist die Gefahr groß, vollkommen daneben zu greifen. Auch ist zu bedenken, dass viele süße Teile unpraktisch zu schließen sind. Wir haben zur Geburt von Ida als Beispiel ein sehr schönes Nicki-Jäckchen bekommen, leider mit vielen normalen Knöpfen mit Knopfloch zum Schließen. Da konnte sie noch so schön sein, Ida hat sie nie angezogen (bekommen).
    Dazu passt auch Kleidung für eine zu kleine Größe oder das falsche Geschlecht. Du hast einen Jungen und bekommst ein rosa Kleid? Oder für ein Mädchen einen Strampler mit Bagger drauf? Hmm, vielleicht weiter schenken?
  • Ausnahmen stellen unserer Meinung nach die in unserer Folge 3 „Die praktischsten und schönsten Dinge bzw. Geschenke zur Geburt“ genannten Kleidungsstücke dar. Das sind zum Beispiel ein selbstbemalter Body in kleiner Größe oder Kleidung zum Schlafen, also Schlafsack oder Schlafanzug.
  • Wenn es dennoch unbedingt Kleidung sein soll, dann eher in großer Größe, also 86. Ausnahme sind Strampler, die werden dann meist nicht mehr angezogen. Größe 86 passt mit etwa einem Jahr und wird deutlich länger getragen als die Größen vorher. Hier können sogar die Jahreszeiten nahezu vernachlässigt werden. Statt gefütterter Hose würde ich persönlich lieber eine normale Hose kaufen. Die Eltern können da nämlich ggf. immer noch eine Strumpfhose drunter ziehen. Und wichtiger Hinweis: neben rosa und hellblau gibt es tatsächlich auch ganz schön viele andere Farben, die auch schön aussehen!
  • Für Ida haben wir nur von einer Person eine Hose und Bluse in Größe 86 geschenkt bekommen. Alle übrigen Kleidergeschenke nur in kleineren Größen. Als das dann passte, konnten wir uns noch sehr gut an den Schenkenden erinnern.
  • Top 2: Krasses Negativ-Highlight ist auch eine Puppe, die „anatomisch korrekt“ ist und bei der sich die Oberfläche wie echte Haut anfühlt. Ich kann mir denken, dass es schwer wird, beim Auspacken Freude zu zeigen. Wir haben ja ein Baby und benötigen zum Glück keinen künstlichen Ersatz.
  • Das wird nur noch getoppt von unserer absoluten Nummer 1, nämlich Geschenken, die nach Zigarettenrauch riechen. Die Nasen von Schwangeren und Frauen kurz nach der Entbindung sind sehr fein und das passt dann nicht so rein – egal wie toll das Geschenk möglicherweise sein mag.

Am Ende hörst Du noch den Spruch der Woche von unserer kleinen Ida: „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul„.

Du hast noch mehr erlebt? Was hat Dich am tiefsten beeindruckt? Poste gerne bei Instagram unter pfiffkus_podcast. Dort kannst Du gerne Deine Tipps und Tricks unter den Beitrag zu Folge 4 posten.

In Folge 5 geht es dann um das Thema „Gefährliche Produkte und Sicherheit für Dein Baby„! Abonnieren lohnt sich also!

PS: Das Baby zeigt einen geschenkten Gaul (ein Malwunsch von unserer Ida).

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