Folge 6: Unterwegs und verreisen mit Baby

Diese Folge 6 enthält vier Abschnitte: Zuerst geht es mit dem Auto auf kleine und große Fahrt. Durch die Landschaft gleiten wir dann mit der Eisenbahn, bevor wir über den Wolken mit dem Flugzeug in die Ferne schweifen. Den Abschluss bietet der zeitliche Verlauf einer typischen Flugreise.

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen. Und wenn zwei mit Kind eine Reise machen oder auch nur planen, dann können beide noch viel mehr erzählen.

Und genau das ist das Thema unser heutigen Folge 6 „Unterwegs und verreisen mit Baby“, die aus vier Teilen besteht:
1. Mit dem Auto auf kleiner und großer Fahrt
2. Durch die Landschaft gleiten mit der Eisenbahn
3. Über den Wolken: mit dem Flugzeug in die Ferne schweifen
4. Zeitlicher Verlauf einer typischen Flugreise

Diese Folge erscheint im April und behandelt das Thema Reise und Urlaub. Wie passt das zusammen? Wir finden ziemlich gut! So kannst Du Dich heute schon in der Theorie inspirieren lassen für die schönste Zeit des Jahres. Und dann vielleicht direkt eine wunderbare Frühlings-Oster-Reise planen?

Auch heute gilt wieder, dass es in dieser Folge nicht nur ganz trennscharf um die Zeit nach der Geburt geht. Es wird ein paar Überschneidungen geben, das kann natürlich auch ganz nützlich sein, z. B. wenn es ältere Geschwisterkinder geben sollte. Ein allgemeiner Tipp vorab: wasche Dir auf Reisen so oft die Hände, wie es geht! Und nun geht es los mit dem Auto auf kleiner und großer Fahrt:

Mit dem Auto auf kleiner und großer Fahrt

  1. Plane schon vorab mehr Zeit ein damit Du nicht unnötig gestresst wirst. Mit Baby kann alles ein wenig länger dauern als allein. Wenn Du Dich von vornherein darauf einstellst ist das für alle besser: Dich, Dein Baby und die anderen Verkehrsteilnehmer!
  2. Stelle unbedingt immer sicher, dass Dein Autositz tatsächlich fixiert und fest mit dem Auto verbunden ist! Fahre niemals, wenn die Babyschale nur lose im Auto steht! Auch nicht nur ein paar Meter!
  3. Lasse Deinen Autoschlüssel nie im Auto, wenn Dein Kind auch im Auto ist!
  4. Lasse Dein Baby oder Kind im Sommer nie allein im Auto, da sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit sehr schnell aufheizt. Je nach Außentemperatur sind bereits nach wenigen Minuten Temperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht. Obwohl Du nur 2 Minuten weg sein wolltest, kann es immer länger dauern oder Du wirst aufgehalten.
    Leider sind die traurigen Folgen der Missachtung dieses Tipps im Sommer immer wieder in der Presse zu lesen.
  5. Verriegele bereits jetzt schon die hinteren Türen, damit Dein Kind diese nicht mehr allein öffnen kann, wenn es älter ist. Das gilt auch für die Fenstersicherung.
  6. Falls Dein Baby im hinteren Bereich reist und nicht auf dem Beifahrersitz, empfehlen wir Dir einen unzerbrechlichen Spiegel zu installieren. Richte ihn so aus, dass Du Dein Baby in der Babyschale immer sehen kannst. Andernfalls ist es für Dich sehr stressig, da Du nicht weißt, was gerade passiert. Den Spiegel kannst du später auch noch für einen Reboarder, also einen Kindersitz, bei dem Dein Kind ebenfalls rückwärts fährt, verwenden.
  7. Wenn ihr zu zweit fahrt, kann sich einer nach hinten zum Baby setzen. So kannst Du Dein Baby beobachten und bespaßen!
  8. Bereite einen Notfallzettel mit den Namen und Geburtsdaten von Euch Eltern und dem Kind, Blutgruppen, erforderlichen Medikamenten und Kontaktdaten vor und befestige diesen am Kindersitz. Natürlich bitte so, dass man ihn von außen nicht lesen kann. Das hilft den Rettungskräften im Falle eines Unfalls falls die Erwachsenen nicht mehr ansprechbar sind und das Kind sich noch nicht äußern kann.
  9. Die meisten Babys lieben Auto fahren wegen der Geräusche und dem schönen Schaukeln und schlafen direkt dabei ein. Leider auch wenn es nur schnell zum Supermarkt geht und die Fahrt nur 5 Minuten dauert. Das kann dann dazu führen, dass ein später vorgesehener Mittagsschlaf nicht mehr stattfindet. Insbesondere gilt das, wenn Dein Baby etwas älter ist. Ist keine große Sache, jedoch gut zu wissen. Manchmal ist Catrin dann eben im Auto sitzen geblieben, damit Ida schlafen konnte. Nimm Dir also gerne was zu lesen als Zeitvertreib mit!
  10. Prüfe Deinen Fahrstil und Dein Verhalten! Aggression mit Baby an Bord hat im Straßenverkehr nichts, aber auch absolut nichts verloren! Solltest Du oder Dein Partner bzw. Deine Partnerin da ein Verständnisproblem haben, hier meine nachhaltige Motivation. Bei solch einer Situation auf der Straße gibt es drei Möglichkeiten was eine Woche später im schlimmsten Fall ist: Entweder Du bist tot, der andere ist tot und Du sitzt im Gefängnis oder Du hast den „Vorfall“ vergessen. Wofür entscheidest Du Dich? Bedenke Deine Verantwortung!
  11. Bei längeren Fahrten empfehlen wir Nachtfahrten. So können die Betreuung hinten und das Baby schlafen, es gibt weniger Staus und auch nicht so viel Sonne, die den Wagen aufheizen kann. Ansonsten bei Autofahrten mit dem ersten Aufwachen des Babys losfahren.
  12. Bleibe flexibel und plane regelmäßige Pausen. Steige aus, bewege Dich, strecke Dich und mach Dich wieder fit. Das gilt auch für Dein Baby. Nimm es aus der Babyschale raus und lass es sich auf der Krabbeldecke strecken oder krabbeln. Manchmal gibt es tolle Rastplätze mit wirklich schöner Aussicht. So macht die Pause noch mehr Freude! Wenn Du übermüdet bist und fast einschläfst: denke wieder an Deine Verantwortung und sucht Euch eine Schlafgelegenheit.
  13. Klimaanlagen sind nicht ideal für Babys. Lass sie aus, so oft es geht!
  14. Schreibe Dir eine Packliste für die Wickeltasche, natürlich auch gerne in einer App! So kannst Du immer abhaken, ob Du alles dabeihast. Das ist ein einmaliger Aufwand, der sich lohnt!
  15. Packe eine Stau-Box ins Auto, besonders in Ferienzeiten, bei Schneetreiben und vor Feiertagen, in der für den Notfall die wichtigsten Dinge für Dein Baby oder Kind enthalten sind, dazu gehören zusätzlich zu den persönlichen Dingen, die auch in der Wickeltasche drin sind im Winter eine warme Decke und im Sommer ein Handventilator und zusätzliche Getränke. Auch auf eigentlich kurzen Strecken kann es Stau oder eine Vollsperrung auf der Autobahn geben oder das Wetter die Straße blockieren.
  16. Kinderlieder gefallen auch schon Babys. Spiele diese gerne ab und lern schon mal die Texte für später! Meist sind sie zum Glück sehr eingängig 🙂
  17. Übertreibe die Reisedauer nicht. Beobachte zunächst was Deinem Baby gut tut! Mache davon den Umfang künftiger Reisen abhängig! Konzentriere Dich auf wenige Sehenswürdigkeiten und verweile dort länger in der Natur oder in Parks.
  18. Eine schöne Variante ist es natürlich auch sich ein Wohnmobil zu leihen und die ein oder zwei Monate Partnermonate Elternzeit zu nehmen. So könnt ihr zusammen Europa bereisen und habt alles dabei, was ihr braucht! Eine wunderbare Vorstellung!

Durch die Landschaft gleiten mit der Eisenbahn

  1. Mit der Bahn reisen hört sich erstmal nach Entspannung an. Ist es auch, wenn Du erst einmal in Deinem Kleinkindabteil sitzt und schön gechillt die Landschaft vorbeiziehen lassen kannst, während der Zug sanft auf den Schienen gleitet.
  2. Bis dahin ist es ein manchmal längerer Weg. Buche Deine Tickets möglichst früh und spare ordentlich beim Preis – natürlich nur für Euch Erwachsene. Babys reisen gratis mit. Reserviere eins der begehrten Kleinkindabteile – diese sind laut Bahn für Kinder von 0 bis 3 Jahren gedacht und es gibt sie in allen ICE und den meisten EC/IC-Zügen – oder reise 1. Klasse, wenn das der Geldbeutel hergibt. Am Platz hast Du alles was ihr braucht: ausklappbarer Wickeltisch, Steckdosen mit Kindersicherung für Flaschen- oder Gläschenwärmer und das Bordrestaurant. Manchmal gibt es im Abteil sogar eine Abstellmöglichkeit für den Kinderwagen oder sonst in der Nähe. Auch Stillen ist ganz easy möglich im Zug. Platz zum Krabbeln und Spielen gibt es auch. Nimm eine Krabbeldecke oder ein Pop-Up-Bettchen mit, damit Dein Baby sich unterwegs auch mal strecken und bewegen kann.
    Wenn Du die Sparpreise clever nutzt, kannst Du die Welt wirklich günstig und komfortabel erkunden!
  3. Für ältere Kinder bis zum Grundschulalter gibt es in ICE-Zügen Familienbereiche.
  4. Es gibt natürlich auch Nachteile bei dieser bisher wunderbar idyllischen Vorstellung. Das ist natürlich das viele Gepäck, das irgendwie in den Zug kommen muss. Dann soll es gelegentlich auch Verspätungen geben, fehlende Anschlusszüge, defekte oder zu kalte Klimaanlagen. Der Bahnhof ist (zum Glück) ja auch nicht direkt vor der Tür.
  5. Dafür landest Du zentral in den Städten, hast keinerlei Parkplatzprobleme und kannst natürlich mit Carsharing auch in fremden Städten wunderbar mobil sein. Schöne neue Zeit! Wenn Du nicht unter Termindruck stehst, kannst Du die Reise ganz stressfrei wirklich genießen. Wenn Du so denkst ist es für alle ein tolles Erlebnis! Megavorteil am Zug ist auch, dass Du Dich frei bewegen kannst und immer eine Toilette in der Nähe hast!
  6. Züge können auf kurzen Strecken auch schneller sein als Flugzeuge. Klar ist die Flugzeit geringer. Von Tür zu Tür kann der Zug jedoch schneller sein und komfortabler.
  7. Je nach Ticketart bist Du total flexibel und kannst auch mal Zwischenstopps in spanenden Orten einlegen!
  8. Auch der Zug schaukelt ein wenig und wiegt Dein Baby so wunderbar in einen entspannten Schlaf. Zeit die Landschaft bewusst zu genießen! Nicht von oben, wie im Flugzeug sondern tatsächlich mittendrin. So bekommst Du viel bessere Eindrücke von der Region, durch die Du reist!

Über den Wolken mit dem Flugzeug in die Ferne schweifen

  1. Fliegen ist für die gesamte Familie anfangs neu und total ungewohnt. Das kann dazu führen, dass Ihr Euch schon vorab viel zu viel Stress macht. Ist der Flug pünktlich? Wie verhält sich unser Kind während des Flugs auf dem engen Raum, der zur Verfügung steht? Schreit sie? Wie kriegen wir unser Baby die ganze Zeit beschäftigt? Was ist mit den Mitreisenden? Das waren nur einige der Fragen, die uns vorher bewegt haben.
    Nach Flugreise Nummer drei können wir Dir den Tipp geben auch hier völlig entspannt zu bleiben. Klar möchten wir die anderen Flugpassagiere nicht stören, weil unser Baby mal schreit. Stell Dich jedoch darauf ein, dass es schreien wird. Und wenn es schreit, bleibe gelassen. Kümmer Dich so gut es auf dem engen Raum geht um Dein Baby, beruhige es … und ignoriere die bösen Blicke oder Kommentare der anderen ganz einfach. Die kommen manchmal sogar dann, wenn Dein Baby der liebste Engel ist. Der Grund liegt dann in diesen Personen selbst und nicht bei Euch. Und was bei jemand anderem liegt, braucht Dich auch nicht zu tangieren. Je gelassener Du bist desto wahrscheinlicher ist, dass Dein Baby sich leicht und schnell ans Fliegen gewöhnt und positive Assoziationen hat. Der überwiegende Teil der anderen Flugpassagiere ist aus unserer Erfahrung freundlich, hilfsbereit und positiv gestimmt – auch in Bezug auf Dein Baby, da sie selbst Eltern oder Großeltern sind und sehr gut nachfühlen können, wie es Euch gerade geht. Bitte auch um Hilfe, wenn Du diese benötigst! Der Stress und das Gedankenkarussell finden nur in Eurem Kopf statt. Also kannst Du einfach aus diesem Karussell aussteigen und Dich auf diese wunderbare Reise freuen, die Ihr als Familie erleben dürft!
  2. Für eine Flugreise benötigt Dein Kind einen eigenen Pass. Einträge im Pass der Eltern, wie es früher üblich war, sind nicht mehr möglich.
  3. Vor dem Flug kommt die Buchung der Unterkunft. Wähle bei der Hotelwahl mindestens ein Familienzimmer mit 2 separaten Zimmern. So gibt es immer noch die Möglichkeit schlaftechnisch auf die Couch auszuweichen. Wenn Du spezielle Wünsche, wie z. B. Meerblick oder ein besonders ruhiges Zimmer oder eins in einer bestimmten Etage hast, hilft eine freundliche Mail nach Deiner Buchung direkt an das Hotel. Bei uns klappte das in der Vergangenheit immer hervorragend! Die Bewertungen bei Holidaycheck kannst Du nach Deinen Stichworten durchsuchen, um herauszufinden, welche Zimmer Deinen Wünschen entsprechen.
  4. Unser erster Flug als Familie ging nach Mallorca als Ida kurz vor ihrem ersten Geburtstag stand. Wir hatten ein Familienzimmer, also zwei getrennte Schlafzimmer und eine Dachterrasse. Ich konnte morgens direkt zum Sport, wenn Catrin und Ida noch geschlafen haben. Der Fitnessraum bzw. das Fitnessstudio muss ich fast sagen, war 24 Stunden geöffnet. Das war auch ein super Vorteil, wenn man es wie ich gewohnt ist, früh aufzustehen. So hatte ich vor dem Frühstück schon mein komplettes Sportprogramm absolviert. Auf der Dachterrasse war ein Whirlpool und es gab auch eine Außendusche. Es war Ende März ein wenig frisch, jedoch nach dem Morgensport einfach nur unglaublich gut! So konnte ich mich in Ruhe fertigmachen und habe die beiden nicht geweckt. Im Anschluss hatte ich dann genug Zeit für die Familie.
    Wir haben erstaunlicherweise mit Sporthotels, die natürlich auch einen eigenen Kinderbereich haben, die besten Erfahrungen gemacht. Sporthotels haben den großen Vorteil, dass das Essensangebot bewusster ist. So fällt es auch im Urlaub leichter, sich gesund zu ernähren. Zusätzlich sind Sportler unserer Erfahrung nach viel mit sich beschäftigt, es ist deshalb im Essensbereich tendenziell eher ruhiger und auch von der Stimmung wesentlich angenehmer als im klassischen Touristen-Hotel.
    Der Kinderbereich war auch wirklich gut mit großem Kinderpool, vielfältigen Aktivitäten, dem Kidsclub und einem eigenen Spielplatz. Weiterer Vorteil sind die ebenfalls auf Sportler abgestimmten Wellness-Angebote. In diesem Hotel gab es eine prima Sauna, einen eiskalt-warm-Bereich und natürlich sehr gute Sportmassagen. Durch das häufige Tragen Deines Kindes können sich schon mal Verspannungen ergeben, eine gute Massage wirkt hier Wunder. Und das gilt für beide Elternteile.

Noch positiv zu erwähnen ist, dass die Lautstärke der abendlichen Partyaktivitäten leiser ist als bei einem Standardhotel. Das hilft beim geruhsamen Schlaf.

Nachteil ist, dass weniger andere Kinder im Hotel sind, als bei einem reinen Kinderhotel. Je älter Dein Kind ist, desto wichtiger wird dieser Punkt. Für die ganz kleinen ist ein Sporthotel jedoch unsere Empfehlung.
Auch hier gilt, Dein Mindset entscheidet, wie entspannt Euer Urlaub wird! Es wird im Restaurant oder in der Anlage Verhaltensweisen von Deinem Baby geben, die Du Dir anders wünschst. Akzeptiere diese dennoch und schäme Dich nicht dafür. Auch hier gilt, dass der Stress nur bei Dir im Kopf entsteht!

  • Darüber hinaus sind AirBnB Appartments natürlich auch immer eine Empfehlung wert. So ein Appartement fühlt sich mehr nach Zuhause an als ein Hotelzimmer. Denk dran zu schauen ob es einen Aufzug gibt, wenn sich Dein Domizil in luftigen Etagen-Höhen befindet.
  • Frage vorab, ob es in der Unterkunft ein Babybett gibt sonst bring Dir selbst eins mit!
  • Über die gängigen Vergleichsportale oder das Reisebüro Deines Vertrauens schaust Du nach den Konditionen für Deinen Traumurlaub. Buche besser Flüge, bei denen Du und Dein Kind so gut wie möglich ausgeschlafen sind – die Flugzeiten lassen sich ganz einfach bei der Reiseplanung auf Deine gewünschten Zeiten einschränken. Evtl. wird der Flug dadurch etwas teurer, dafür jedoch auch entspannter, wenn alle ausgeschlafen sind. Und glaub mir, Dein Kind wird durch das monotone Geräusch beim Flug trotzdem schlafen. Beachte die obligatorischen 2 Stunden, die Du vor Abflug am Flughafen sein solltest und natürlich Deine individuelle Anreise zum Flughafen selbst.
  • Wenn Dein Kind unter 2 Jahre alt ist, kann es bei den meisten Airlines für 10 Prozent des regulären Ticketpreises oder für eine geringe Servicepauschale mitfliegen (bei Lufthansa auf innerdeutschen Strecken sogar kostenlos), wenn es keinen eigenen Sitzplatz hat und auf dem Schoß des Erwachsenen reist. Das Kind wird dann mit dem sogenannten Loop-Belt „gesichert“ oder besser gesagt mit dem Schlaufengurt am Gurt von Papa oder Mama „befestigt“. Prima denkst Du nun vielleicht, habe ich Geld gespart und das Kind ist ja gut versorgt. So denken tatsächlich die meisten Eltern, die wir so gesehen haben in Flugzeugen. Wenn alles gut geht ist das ja auch wirklich prima.

Leider sind diese Schlaufengurte für kleine Kinder beim Auftreten von Turbulenzen extrem gefährlich. Von Sicherung kann in dem Fall nicht die Rede sein! Dieser Schlaufengurt ist am Beckengurt des Erwachsenen befestigt und birgt die Gefahr, dass er in den Bauch des Kindes schneiden und es so schwer oder tödlich verletzten kann. In den USA ist der Loop-Belt deswegen verboten. Und Turbulenzen kündigen sich nicht an, sondern können ganz plötzlich auftreten. Der Schlaufengurt schützt im Falle von Turbulenzen nur andere Passagiere vor einem herumfliegenden Kind aber sichert keinesfalls das Kind selbst im Flugzeug. Nach einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2008 sind Kleinkinder (unter 2 Jahren) an Bord von Flugzeugen entweder durch Schlaufengurte oder durch Kindersitze zu sichern. Unsere Empfehlung ist es einen eigenen Sitzplatz für Dein Baby zu buchen und eine Auto-Babyschale oder einen Kinderautositz mit TÜV-Siegel „for use in aircraft“ mit in das Flugzeug zu bringen. Manchmal fehlt der Aufkleber jedoch, obwohl der Sitz eine Flugzeugzulassung hat. Beim Hersteller nachfragen lohnt sich, ggf. wird der Aufkleber zugeschickt. Vor der Buchung checkst Du die Seite der Airline und wählst diese auch danach aus – ebenso wie nach dem zulässigen Gepäckgewicht.

Eigene Sitzplätze für Kinder unter 2 Jahren kosten je nach Airline und Reiseziel meist zwischen 70 und 80 Prozent des regulären Ticketpreises (z. B. Eurowings, Lufthansa, AirFrance) bis hin zum vollen Flugpreis (z.B. TUI fly, Condor).

Bring Deine Babyschale oder Deinen Sitz mit, auch wenn es echt extrem nervig ist, diese oder den über den ganzen Flughafen zu tragen. Safety first! Insbesondere was Dein Baby angeht. Turbulenzen kommen nicht so selten vor, dass Du Dich sicher fühlen kannst. Wir empfehlen einen Ausdruck der Information der Airline, dass die Mitnahme von Autositzen erlaubt ist. Es gibt mind. 2 – 3 neuralgische Punkte zu beachten. Der erste ist der Check-In. Wir denken immer, wir sind die ersten Menschen, die auf eine solche Idee kommen. „Den Sitz müssen Sie einchecken, den können Sie nicht mitnehmen.“ Zum Kollegen am Neben-Check-In gewandt: „Hattest Du das schon mal? Der muss doch eingecheckt werden, oder?“ „Ja genau, der kommt dann beim Sperrgepäck auf dem Band raus.“ Wir: „Wir möchten ihn mit in die Kabine nehmen“. Sie: „Moment“, ruft: „Clarissa, kommst Du mal bitte? Die Herrschaften möchten den Sitz mit ins Flugzeug nehmen.“ Clarissa: „Hat der denn ein TÜV-Zeichen? Ja, ok dann geht das.“

Neuralgischer Punkt 2 optional: die Sicherheitskontrolle. Der Sitz geht nicht durch die Anlage. Der Wechsel auf bis zu 3 andere Bänder ist nötig.

Und der letzte Punkt: direkt vor dem Einsteigen, quasi schon fast am Ziel, also im Flugzeug: das Bodenpersonal weist darauf hin, dass wir den Sitz hier abgeben müssen. Nach diesem Hindernis kommt der Purser aus dem Flugzeug und fragt im besten Fall: „Hat das Kind einen eigenen Sitzplatz?“ Ein Ja stimmt ihn versöhnlich. Im schlechteren Fall sagt er, der Sitz kann hier nicht rein. Doch geht, es gibt ein TÜV-Siegel „for use in aircraft“. Und dann: Juhu, wir sind drin! Wichtig in diesem Zusammenhang: der normale Gurt reicht oft nicht zum Befestigen. Für die Befestigung eines Autositzes bist du selbst verantwortlich, die Flugbegleiter können dabei nicht unterstützen (außer bei SWISS, Zitat der Website „Obwohl Sie für die Montage des Sitzes verantwortlich sind, hilft Ihnen unsere Crew gerne weiter”). Zusätzlich zur Babyschale oder zum Autositz solltest Du auch einen Gurtverkürzer dabeihaben. Das ist ein Metallhaken, wo der Gurt aufgewickelt werden kann, falls sich das Gurtschloss des Flugzeuggurtes im Bereich der Fangkörpergurtführung des Autositzes befindet und sich der Gurt somit nicht schließen lassen würde. Wir haben diesen bisher einmal benötigt. Es kann auch passieren, dass der Flugzeuggurt zu kurz ist, um den Kindersitz anzuschnallen. Frage in diesem Fall beim Personal nach einer Gurtverlängerung. Für den Verkürzer musst du selbst sorgen, die Verlängerung bekommst Du von der Airline. Sollte sich der Sitz nicht korrekt anschnallen lassen, muss Dein Kind ohne ihn auf dem Flugzeugsitz sitzen oder mit Loop-Belt auf Deinen Schoß falls es unter 2 Jahre alt ist.

  1. Mit dem Autositz oder der Babyschale buchst Du bitte einen Fensterplatz, damit der Sitz im Notfall andere Passagiere nicht behindert. Außerdem sind Autositze in den Notausgang-Reihen oder den Reihen vor oder hinter den Notausgängen bei den meisten Airlines nicht erlaubt. Der Autositz oder die Babyschale muss bei vielen Fluggesellschaften vorher telefonisch angemeldet werden, um sicher zu gehen, dass er mit den Sitzen des Flugzeugs kompatibel ist. Bei TUI Fly ist sogar eine schriftliche Rückbestätigung/Beförderungsgenehmigung erforderlich. Bei manchen Airlines muss schon die Buchung bei Flügen mit Autositz ausschließlich über das Call Center erfolgen. Eine Übersicht über zugelassene Sitze findest Du hier: Link zur Übersicht. Unser Tipp: oft wird eine maximale Breite angegeben bis zu welcher der Autositz im Flugzeug verwendet werden kann. Beachte dabei bitte, dass die Sitze im Schulterbereich meist etwas breiter sind als an der Stelle, die auf den Sitz gestellt wird. Außerdem wird die Armlehne am Platz mit dem Autositz hochgeklappt, so dass die Autositze in der Regel von der Breite her ins Flugzeug passen, auch wenn im Datenblatt Deines Sitzes möglicherweise eine für das Flugzeug zu breite Gesamtbreite angegeben ist, weil dort die tatsächlich breiteste Stelle und nicht nur die Sitzfläche gemessen wird.

Der TÜV (Link zur Übersicht) bietet nicht nur die Qualifizierung für Kindersitze “for use in aircraft“ sondern auch für Airlines „child seats welcome“. Dort zertifiziert sind z. B. Lufthansa, Eurowings, Condor und Sun Express.

Die Vorteile bei Nutzung einer Babyschale oder eines Autositzes im Flieger:

Zunächst einmal die SICHERHEIT bei Turbulenzen. Ich hatte vor Jahren einen kurzen Flug von München und Düsseldorf und während des gesamten Fluges gab es Gewitter, das Flugzeug hat ziemlich geruckelt und ist ständig gehüpft – das mit Baby auf dem Schoß? Nein Danke!

  • Beim Start und der Landung kann es zu einer abrupten Vollbremsung oder einem Startabbruch kommen
  • Weiterer Vorteil: der KOMFORT: Dein Kind kann angenehm im Sitz schlafen (mit Seitenlehne und Kopfstütze) wie bei längeren Autofahrten auch und verliert sich nicht auf dem viel zu großen Flugzeugsitz und Du selbst hast Hände und Beine frei.
  • Mietwagen: Ein Autositz wird im Mietwagen sowieso benötigt, so hast Du ihn schon dabei und musst nicht vor Ort einen teuren Sitz buchen, von dem Du nicht weißt wie sicher der (noch) ist oder auch wie sein hygienischer Zustand ist
  • Minimiertes Risiko: wird der Autositz als Gepäck aufgegeben, kann es – wie mit jedem anderen Gepäckstück – passieren, dass dieser verloren geht oder so beschädigt wird, dass der Autositz vor Ort nicht mehr verwendet werden kann. Dann müsste ggf. doch wieder ein separater Autositz vor Ort gemietet werden. Du weißt dann nicht, welche Modelle zur Auswahl stehen und wie sicher die sind.

Und hier die Nachteile bei Nutzung einer Babyschale oder eines Autositzes im Flieger:

Schlepperei von Baby-Schale oder Sitz am Flughafen, falls keine Transportwagen verfügbar sind. Dafür gibt es jedoch Transporttaschen, die als Rucksack getragen werden können oder die man als Rollkoffer hinter sich herzieht. Ein weiterer guter Tipp: schnall den Autositz mit einem Koffergurt an einen Rollkoffer. So erleichterst Du Dir den Transport deutlich.

  • Es ist kein Online-Check-In möglich, da das Personal am Check-In die Flugzeugzulassung des Sitzes prüfen muss.
  • Außerdem ist am Check-In viel mehr Zeit nötig, weil es Diskussionen mit dem Personal geben kann oder sehr wahrscheinlich geben WIRD, weil die den Sitz als Gepäck einchecken wollen und nicht verstehen oder wissen, dass er nicht als Handgepäck mit soll, sondern mit an Bord auf den Flugzeugsitz darf.

Das Personal muss dann erst nachfragen, ob der Sitz mit an Bord darf – das kann auch mal 10 Minuten dauern, bis da telefonisch jemand erreicht wird. Unser Tipp: Hartnäckig bleiben – der Sitz kommt mit an Bord – es geht um die Sicherheit Deines Kindes! Sei unbedingt vorbereitet: nimm einen Ausdruck von der Internetseite der Airline mit, wo beschrieben ist, dass Autositze erlaubt sind – am besten deutsch und englisch und habe das TÜV-Zertifikat mit der Flugzeugzulassung für den Sitz dabei. Meist ist dieses als Download auf der Herstellerseite verfügbar. Außerdem sind die Bedienungsanleitung des Sitzes zur Verwendung im Flugzeug sowie eine Anleitung zur Verwendung des Gurtverkürzers hilfreich, damit du den Sitz richtig befestigen kannst.

  1. Es ist wesentlich mehr Zeit bei der Sicherheitskontrolle nötig, da es passieren kann, dass der Sitz nicht durch das Röntgengerät passt und man zu einer anderen Kontrollstation wechseln muss.
  2. Trotz der Nachteile, die ja eher zeitlich einzuordnen sind, finden wir: Die Verwendung von Baby-Schalen oder Autositzen im Flugzeug sollte für Airlines wie für Eltern selbstverständlich werden – zur Sicherheit und für den Komfort unserer Kinder!
  3. Am Anfang wurden wir von Freunden ebenfalls mit Kindern belächelt, inzwischen werden wir zu diesem Thema immer öfter um Rat gefragt. Und die Blicke am Flughafen nach dem Check-In sind Dir sicher – inkl. Kommentaren wie „das können Sie doch einchecken“…
  4. Wir haben darüber hinaus die Airlines Condor, Lufthansa und Ryanair um Stellungnahme dazu gebeten und auch zur Verteilung von Schwimmwesten extra für Babys. Alle drei haben bestätigt, dass es zulässig ist, einen Sitz mit TÜV-Siegel und Aircraft approved mit in den Flieger zu nehmen. Lufthansa räumt ein, dass dies den beauftragten Dienstleistern am Flughafen nicht immer bekannt ist. Pragmatische Empfehlung ebenfalls von Lufthansa: Um mögliche Diskussionen zu vermeiden ist es zu empfehlen, dass der Fluggast sich die entsprechende Information von unserer Website ausdruckt und mitnimmt.
  5. Zur Nutzung von Schwimmwesten schreibt Lufthansa: Für Kleinkinder gibt es spezielle Schwimmwesten an Bord, die bis zu einem Alter von zwei Jahren gedacht sind. Ist ein Kind älter, aber noch zu klein für eine Erwachsenenschwimmweste, darf weiterhin solch eine Kleinkinder-Schwimmweste verwendet werden. Es gibt darüber hinaus auch Anleitungen für die Kabinencrew, wie man eine zu große Erwachsenenschwimmweste als Kleinkinder-Schwimmweste sicher nutzen kann. Ebenso gilt, dass für Kleinkinder, die bereits zu groß für eine Kleinkinder-Schwimmweste sind, eine Erwachsenenschwimmweste genutzt werden darf. In der Theorie klingt das super. In der Praxis haben wir bei einer anderen Airline keine kleine Schwimmweste bekommen, als Ida knapp über 2 Jahre alt war. Im Zweifel empfehlen wir bei kleinen, zierlichen Kindern zu sagen, dass diese unter 2 Jahre alt sind, um auf Nummer sicher zu gehen.
  6. Tipp: wenn Du einen extra Sitzplatz für Dein Baby oder Kleinkind gebucht hast, dann achte für diesen Platz auf die Freigepäckgrenzen. Diese sind bei jeder Airline anders, von gar kein Gepäck und Handgepäck bis zu etwa der Hälfte der üblichen Frei-Gepäckgrenzen. Falls diese nicht ausreichen, kannst Du kostenpflichtig Gepäck nachbuchen.
  7. Buche beim Fliegen nicht den 6 Uhr Flug, denn da musst du spätestens um 4 Uhr schon am Flughafen sein.
  8. Plane auch hier genug Puffer-Zeit ein, um dieses stressige Erlebnis stressfreier zu gestalten! Dein Stress überträgt sich sonst auf Dein Baby und wir denken, das möchtest Du nicht!
  9. Nimm Deinen Buggy bis zum Flugzeug mit bzw. nutze eine Trage oder ein Tragetuch
  10. Familien mit kleinen Kindern und Babys dürfen beim Boarding meist als Erste einsteigen. Vor allem wenn Du einen eigenen Kindersitz mitbringst, hast Du dadurch genug Zeit, diesen zu montieren und Dich auf den Plätzen einzurichten. Ein Nachteil dabei: Das Rumsitzen bis zum Start verlängert sich. Tipp wenn Ihr gemeinsam reist: Ein Elternteil steigt vorab mit dem Autositz ein und der andere Erwachsene mit dem Kind kommt ganz zum Schluss.
  11. Wenn das Einsteigen beendet ist, gibst Du Deinem Kind Nasentropfen, damit es während des Starts keine Ohrenschmerzen bekommt.
  12. Gib auch während des Fluges Deinem Kind immer mal wieder Kochsalz-Nasentropfen, dann bleiben die Nasenschleimhäute feucht und sie sind gut gewappnet gegen Krankheitserreger.
  13. Trinkt alle viel, besonders im Flugzeug bei der trockenen Luft. Außerdem ist das bei Start und Landung sehr gut, weil das Schlucken den Druck auf die Ohren nimmt. Gegen den Ohrendruck eignen sich auch die schon genannten Nasentropfen oder etwas zu knabbern – bei uns gibt es dann ausnahmsweise mal ein Quetschie fürs Kind.
  14. Ziehe Deinem Kind Zwiebellock an, aber bedenke, dass es in einer Babyschale oder einem Autositz mehr schwitzt als auf dem normalen Flugzeugsitz
  15. Noch ein Tipp: höre den Sicherheitsunterweisungen genau zu damit du weißt, wo es spezielle Notfallausrüstung für Kinder an Bord gibt und wie du diese anwendest. Mache Dich mit der Umgebung im Flugzeug vertraut. Zähle die Reihen bis zum Notausgang und übe mit Deinem Kind die richtige Position zum Schutz. Statt der „Brace Position“, bei der der Kopf auf die verschränkten Arme gegen die Rückenlehne des Vordersitzes gelehnt wird, müssen Kinder ihren Kopf anders schützen. Zeig ihm, dass es seinen Kopf möglichst weit nach unten zwischen die Knie legen und die Arme dabei um die Beine schlingen muss (diese Position wird auch Passagieren der Business Class empfohlen, die keine Lehnen unmittelbar vor sich haben). Kinder, die rückwärts gerichtet sitzen, sollten im Notfall mit angelehntem Kopf sitzen bleiben und die Arme oder ein Kissen vor ihr Gesicht halten, um sich vor herumfliegenden Gegenständen zu schützen. Tatsächlich wichtig ist es auch Dir zuerst die Sauerstoffmaske anzulegen sonst bist Du möglicherweise sehr schnell handlungsunfähig und kannst Deinem Kind nicht mehr helfen.
  16. Nimm alles wirklich Wichtige fürs Kind mit ins Handgepäck (auch Windeln und das Lieblingskuscheltier) falls das Gepäck sich mal verirren sollte.
  17. Hab genug Material wie Windeln und natürlich Essen dabei, um evtl. Verspätungen oder Verzögerungen abzufedern
  18. Nimm Wasser mit ins Flugzeug. Für Dein Kind sind bis zu 300 ml erlaubt, das darf auch mit durch die Sicherheitskontrolle und sollte am besten in eine Kindertrinkflasche eingefüllt sein. Eine Freundin hatte bei einem Flug für ihr Kind ein Kakao-Trinkpäckchen eingepackt, das musste sie allerdings abgeben, weil keine Altersangabe darauf stand. Tipp: Quetschies gibt es für Kinder mit Altersangabe z.B. ab 6 Monaten und es gibt welche ohne. Für einen Flug nimmst Du die aus der Kindernahrungs-Abteilung mit.
  19. Achte auch darauf, dass Dein Smartphone aufgeladen ist. So bleibst Du handlungsfähig und kannst alles nachschauen, was Du vor Ort benötigst

Damit verlassen wir den Themenblock „Über den Wolken mit dem Flugzeug in die Ferne schweifen“ und kommen nun zum „zeitlichen Verlauf einer typischen Flugreise“.

Zeitlicher Verlauf einer typischen Flugreise

Eins vorweg: die zeitlichen Dimensionen – selbst bei optimalem Verlauf – habe ich ehrlich unterschätzt.

Doch erst einmal der Reihe nach: über die Buchung der Flüge haben wir gerade schon gesprochen.

Beachte die obligatorischen 2 Stunden, die Du vor Abflug am Flughafen sein solltest und natürlich Deine individuelle Anreise zum Flughafen selbst.

Zusätzlich solltest Du zu einer Zeit am Zielort ankommen, die nicht mitten in der Nacht liegt. Evtl. möchtest Du vor Ort noch im Supermarkt etwas einkaufen und hier gibt es dann die ortsüblichen Öffnungszeiten zu beachten.

Plane auch immer noch Verzögerungen beim Gepäckband, beim Mietwagenschalter sowie den tatsächlichen Transfer und den Check-In im Hotel ein. Dein Buggy hat manchmal auch noch ein anderes Gepäckband als das normale Gepäck.

Bei unserer Reise nach Fuerteventura gab es bei unserem Mietwagenschalter zwei Mitarbeiter, die im Schnitt 9 Minuten pro Kunden gebraucht haben. Wir haben dadurch insgesamt 45 Minuten gewartet. Zum Glück fand unsere Tochter den Flughafen aus ihrem Buggy heraus trotzdem spannend genug, um geduldig zu warten. Es gab noch einige interessante Weihnachtsbäume zu sehen. Das kann leider auch anders aussehen. Wenn Du mit Partner reist, teilt ihr euch am besten auf. Einer kümmert sich um das Gepäck und der andere um die Schlange vor dem Mietwagenschalter. Interessant: vor ein paar Jahren waren die längsten Warteschlangen bei den billigsten Anbietern, heute sind die Warteschlangen bei den etwas teureren Anbietern meist fast genauso lang. Hier gilt unser Tipp: bei den etablierten Anbietern nicht den billigsten nehmen, um die Warteschlange geringer zu halten oder die Wartezeit entsprechend gelassen aushalten. Mir hat es sehr geholfen die Durchlaufzeit je Kunden zu stoppen, bei nur einer Stoppuhr für zwei Mitarbeiter eine interessante und fordernde Erfahrung.

Gerne möchten wir Dich nun am weiteren zeitlichen Ablauf unserer Anreise teilhaben lassen.

Die Landung auf Fuerteventura war überpünktlich um 11:20. Am Gepäckband standen wir 10 Minuten später. Wir haben uns aufgeteilt. Catrin und Ida haben am anderen Band auf den Buggy gewartet und sich dann direkt am Mietwagenschalter angestellt. An Band 10 kamen unsere Koffer nach weiteren 15 Minuten. Insgesamt nach einer Stunde und 10 Minuten saßen wir im Mietwagen und waren dann – dank Maps und gleichem Datenvolumen wie in Deutschland ganz ohne uns zu Verfahren – um 13:45 Uhr wirklich und wahrhaftig vor der Zimmertür. Dort habe ich dann ganz gespannt den Schlüssel im Schloss umgedreht. Seit der Landung waren also stolze 2 Stunden und 25 Minuten vergangen! Als ich das jetzt für den Podcast nachvollzogen habe, war ich doch sehr überrascht. Die Dauer hätte ich tatsächlich nicht so lang eingeschätzt. Von Tür zu Tür – also von unserem Zuhause in Deutschland zum Feriendomizil auf Fuerteventura – hat die Reise knapp 9 Stunden gedauert. Und das bei 4 Stunden 35 Flugzeit und einer gar nicht weiten Anreise zum Flughafen – und bei optimalem Verlauf ohne irgendwelche Verzögerungen. Wir finden eine Flugdauer von über 2,5 Stunden mit Kind schon anspruchsvoll, das solltest Du natürlich selbst für Dich bewerten. Unsere generelle Empfehlung: warte für größere Reisen bis Dein Baby mind. drei Monate alt ist! Und ab dann: gib ihm! Nutze so viel Zeit wie möglich zum Reisen, solange Dein Baby noch klein ist! Mit Babys ist es wesentlich leichter zu reisen als mit Kleinkindern. Babys hinterfragen nichts, sind nicht zickig oder unlustig und genießen einfach nur die Nähe zu ihren Eltern. Traut Euch schöne Reisen als Familie zu und tastet Euch langsam ran! Schnell wird alles zur Gewohnheit, so gut das mit Baby eben geht! Ihr kommt in den Reise-Groove und könnt wunderschöne und einzigartige Erfahrungen auf Euren Reisen machen. Feiert diese ganz andere Art zu reisen als früher, mit Massen an Gepäck, morgens schon mit der Sonne aufwachen und ganz vielen einzigartigen und so besonderen Momenten.
Noch ein letzter Tipp: Nimm Gewohnheiten von Zuhause, wie beispielsweise Euer Abendritual zum ins Bett bringen oder bekannte Düfte mit in den Urlaub!

Am Ende hörst Du noch den Spruch der Woche von unserer kleinen Ida: „Der frühe Vogel fängt den Wurm„.

Du hast noch mehr Tipps? Poste gerne bei Instagram unter pfiffkus_podcast. Dort kannst Du gerne Deine Tipps und Tricks unter den Beitrag zu Folge 6 posten.

In Folge 7 geht es dann um das Thema „Finanzielle Absicherung und Vorsorge“! Abonnieren lohnt sich also!

PS: Das Bild zeigt einen Bus, ein Flugzeug und eine Scheibe Schinkenwurst (ein Malwunsch unserer Ida).



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